#003 Schaffe dir etwas Teures an ohne schlechtes Gewissen

Neun Jahre hat mich mein kleiner Lupo nun schon überall hingefahren Egal, wohin ich auch wollte. Obwohl, vielleicht ist das etwas übertrieben – denn aus Niedersachsen hinaus hätte ich mich nun doch nicht getraut. Jeden Tag hat er allerdings 60 Kilometer zur Arbeit hin und wieder zurück legen müssen und dabei kamen letztlich über 250.000 Kilometer zusammen. Die Hälfte von mir.

Im Sommer hat er es dann doch nicht nach Hause geschafft. Bei einem stürmischen Sommerunwetter, während die Straßen etwas überschwemmt und man vor lauter Regen kaum noch etwas sehen konnte, wurde es ihm dann doch Zuviel. Also blieb er mitten auf der Straße stehen und wollte auch nach wiederholtem Neustart nicht von der Stelle. Also habe ich beim Abschleppdienst angerufen, die mein Auto wieder zur Arbeit brachten und Thomas mich nach Hause.

Am nächsten Tag habe ich mir schon Gedanken um ein neues Auto gemacht. Als ich auf der Arbeit meinen allerdings gestartet habe, war es, als wäre nichts gewesen. Dennoch habe ich mich entschieden mich zu trennen und mich am Wochenende um ein neues zu kümmern.

Zuerst haben wir uns einen Toyota Aygo angesehen, der zum einen von außen zwar schick aussah, aber von innen, als ob er bei einem Unfall nicht besonders viel Knautschzone hat. Und zudem fuhr er sich sehr unruhig. Allerdings waren die Konditionen, die uns der Verkäufer angeboten hat, sehr gut. Der Service im Gegensatz zu den anderen Autos, die noch auf dem Plan standen, ebenfalls. Danach haben wir den aktuellen Nachfolger meines Autos getestet, den VW Up!. Trotz Anmeldung gab es keine roten Kennzeichen, der Betriebshof des Händlers konnte schon einen guten Eindruck vermitteln. Deutlich besser als der Aygo, aber etwas Abwechslung zum Lupo durfte es dann doch sein. Letztendlich stand der Opel Adam auf unserem Plan. Dadurch, dass es ein Opel war, hat Thomas‘ das Auto auf den letzten Platz setzen lassen. Aber nur bis er das Auto selbst auch fahren durfte. Dann musste erstmal angehalten und begutachtet werden: Sitzheizung, Lenkradheizung, Bluetooth (perfekt für Hörbücher) und Einparkhilfe (nicht, dass ich nicht parken könnte!). Als wir zum Händler wieder rein sind, musste ich Thomas erstmal in die Seite boxen, damit er nicht mit seinem grinsen uns die Chance zum Handeln verbaut. Was glaubt ihr also was es geworden ist? Klar, der Adam! Und bis heute bin ich sehr zufrieden und bereue bestimmt nicht, dass er deutlich teurer als die anderen beiden war.

Was war das Teuerste, was du dir zugelegt hast? Hast du deswegen ein schlechtes Gewissen? War es auch notwendig?

#189 Hege für etwas eine Sammelleidenschaft

Jeder sammelt doch irgendetwas. Und vielleicht gibt es dafür sogar einen Grund, vielleicht aber auch nicht. Man könnte sagen, dass ich Bücher sammle. Zumindest Bücher von bestimmten Autoren. Oder man könnte sagen, dass ich DVDs sammle, die ebenfalls bereits einen gesamten Schrank belegen. Passend dazu sammelt mein Freund Blu-Rays, die sich den Platz teilen müssen. Allerdings finde ich meine Sammlung doch interessanter. Mit Komödien kann ich mehr anfangen, als mit seinen düsteren Filmen.

Dennoch gilt meine eigentliche Sammelleidenschaft: den Schneekugeln. Diese sammle ich in bestimmten Orte und Ländern, die ich besucht habe. Leider bin ich noch nicht so viel herumgekommen oder konnte an manchen Urlaubszielen keine Kugel finden, daher ist meine Sammlung doch noch etwas dürftig, wächst aber mittlerweile. Übrigens konnte ich mir letztes Wochenende zwei Weitere zulegen: eine von Usedom und eine von Świnoujście (Swinemünde).

Meine erste Schneekugel, den Engel, habe ich während meines Auslandspraktikums in Schweden von meinem Papa geschenkt bekommen. Sie ist mit umgerechnet 30 Euro, die mit Abstand teuerste, aber auch meine Liebste. Damals haben wir uns auf der Suche nach „Snökulor“, was auf Schwedisch „Schneekugel“ heißt, die Füße wund gelaufen. Die Große kommt aus London, dorthin war ich mit meiner Schwester und meinem Papa auf einer Kreuzfahrt unterwegs. In Amsterdam war leider die Zeit zu knapp, aber das wird nachgeholt. Die etwas Kleinere vor dem Engel stammt aus dem Bulgarien-Urlaub mit meiner Freundin. Die rechts dahinter habe ich mit Thomas dieses Jahr auf Mallorca ausgesucht und die ganz vorne rechts hat er mir aus Österreich mitgebracht, als er dort auf Fortbildung war. Und ich denke das zählt, da wir nur wenige Wochen später zusammen dort waren. Die vor der großen Kugel haben wir aus Nürnberg, als wir wieder einmal Thomas‘ Papa besucht haben. Und die beiden letzten sind die von Usedom und Swinemünde.

Für was hegt ihr eine Sammelleidenschaft? Wenn ja, warum? Oder ist das eher nichts für euch?