Meine Vorsätze für das neue Jahr

Jedes Jahr ist es das Gleiche. Jeder nimmt sich vor sich gesünder zu ernähren, sich mehr zu bewegen oder schlechte Angewohnheiten abzulegen. Sei es mit dem Rauchen aufzuhören oder weniger Süßigkeiten zu sich zu nehmen. Und letztlich werden diese Vorsätze, wenn nicht im Gleichen, dann im darauffolgenden Monat wieder verworfen.

Normalerweise nehme ich mir solche Vereinbarungen zum Jahreswechsel nicht vor. Da ich allerdings so schöne Weihnachtsgeschenke bekommen habe, habe ich mir gedacht, diese Gelegenheit zu nutzen und diese nicht einfach berührt ins Regal abzustellen.

Mit dem gebundenen Ringbuch 365 Wege zur Achtsamkeit – Wertvolle Tipps für mehr Gelassenheit und Lebensfreude nehme ich mir an 365 Tagen im Jahr eine Aufgabe vor: Yoga-Übungen, Mandalas ausmalen und ein Gericht nachkochen. Immer eine Kleinigkeit, die einfach zu erfüllen und dennoch für mehr Gelassenheit und Lebensfreude sorgt. Besonders freue ich mich schon auf die Häkelarbeiten.

Das Happiness Projekt Oder: Wie ich ein Jahr damit verbrachte, mich um meine Freunde zu kümmern, den Kleiderschrank auszumisten, Philosophen zu lesen und überhaupt mehr Freude am Leben zu haben von Gretchen Rubin habe ich bei einer Freundin entdeckt und mich danach umgesehen. Leider war es während unserer freien Tage, die wir letzten Sommer in Nürnberg verbracht haben, dort nicht zu bekommen, dafür lag es dann hübsch verpackt unter dem Weihnachtsbaum. Dieses Taschenbuch ist in zwölf Monate aufgeteilt. Diese behandeln bestimmte Themenbereiche: Vitalität, Ehe, Arbeit, Elternschaft, Freizeit, Freundschaft, Geld, Ewigkeit, Bücher, Achtsamkeit, Einstellung und Glück. Den Januar habe ich bereits begonnen: „Gehen Sie früher schlafen“ – statt der normalerweise sechs, fühle ich mich mit den nun sieben Stunden schlaf deutlich frischer und wacher. „Treiben Sie mehr Sport“ – für mehr Sport und Bewegung habe ich mir vorgenommen jeden Morgen etwa 10 – 20 Minuten Yoga zu machen.

Und an zwei, drei Abenden in der Woche habe ich mir entweder Pilates oder Step & Dance vorgenommen. Bisher macht es mir großen Spaß. Und den Vertrag im Fitnessstudio habe ich auch schon gekündigt.

„Befreien Sie sich von Ballast und machen Sie klar Schiff“. Und weil das so wunderbar funktioniert mache ich das etwa ein-, zweimal im Jahr. Da werden dann die DVDs aussortiert, die eh niemand schaut, die Bücher, die eh niemand liest und Kleider bzw. Hosen, die eh niemand mehr anzieht. Auch in der Küche und dem Abstellraum schmeiße ich allen Unsinn raus. Obwohl eigentlich gar nicht so viel dazu kommt. Dennoch finde ich es sehr befreiend, und außerdem kann man anderen damit auch eine Freude machen. Die Dinge, die wir nicht mehr gebrauchen werden entweder über Tauschticket gegen andere Bücher und DVDs eingetauscht, oder an Oxfam gespendet. Oxfam ist ein internationaler Verbund von verschiedenen Hilfs- und Entwicklungsorganisationen und arbeitet weltweit dafür, dass sich Menschen in armen Ländern nachhaltige und sichere Existenzgrundlagen schaffen können, Zugang zu Bildung, gesundheitlicher Versorgung, Trinkwasser und Hygiene-Einrichtungen sowie Unterstützung bei Krisen und Katastrophen erhalten.

„Packen Sie eine unangenehme Aufgabe an“. Nun schiebe ich den Fensterputz schon seit fast einem Jahr vor mir her. Ich denke, damit werde ich diesen Punkt abhaken können.

„Seien Sie energiegeladener“. Mein Stichwort für das dritte und somit letzte Buch:

Für immer zuckerfrei – schlank, gesund und glücklich ohne das süße Gift von Anastasia Zampounidis ist ein broschierter Ratgeber mit allen nützlichen Informationen dem Zucker zu entsagen. Nun habe ich mir vorgenommen bezüglich meiner Bucket-List-Aufgabe #025 Halte „sieben Wochen ohne …“ durch eben sieben Wochen auf Zucker zu verzichten. Seit dem 2. Januar enthalte ich mich nun. Einige Stimmungsschwankungen konnten ich und Andere schon merken. Und der Blick zur Keksdose ist noch da, aber der Wille durchzuhalten ist stärker. Nach Ablauf der sieben Wochen werde ich berichten, ob ich es geschafft habe und wie es mir damit erging.

Was habt ihr euch für das neue Jahr vorgenommen? Habt ihr bisher durchgehalten? Und habt ihr euch auch einmal überlegt, sieben Wochen ohne etwas durchzuhalten?

#168 Versuche dich im Skifahren oder Snowboarden

Unseren kleinen Skiurlaub über die Silvesterfeiertage haben wir schon im Januar gebucht. Zum Glück, ansonsten wären wir sicher nirgends mehr unter gekommen.

Da wir den Mittwoch, Donnerstag und Freitag zwischen den Feiertagen noch arbeiten mussten, sind wir am Freitag direkt nach Feierabend losgefahren. Solch einen Ausflug haben sich anscheinend mehr überlegt, die Autobahn war ziemlich verstopft und wir kamen kaum voran. Und selbstverständlich hat es genau in diesem Augenblick angefangen zu schneien. Als wir dann gegen 20:30 Uhr endlich angekommen sind, war von der Rezeption niemand zu sehen. Ich habe mich schon im Auto schlafen sehen. Also haben wir die Notfallnummer des Hotels angerufen. Diese konnte uns dann Hilfestellung geben, wie wir an unsere Zimmerschlüssel kommen würden. Und meinte, alles andere wäre selbst erklärend. Dann mal rein in die Ferienwohnung.

Unsere Ferienwohnung war zwar sehr klein, aber absolut ausreichend. Jede Ecke voll ausgenutzt. Zuallererst haben wir unsere Koffer ausgepackt und etwas zu Essen gekocht, denn die Zeit dafür hatten wir bisher nicht. Anschließend haben wir Agricola – Die Bauern und das liebe Vieh ausprobiert. Seither habe ich dieses Brettspiel für mich entdeckt – auch wenn ich jedes Mal verloren habe. Dennoch macht es mir Spaß. Also haben wir am darauffolgenden Tag nach dem Frühstück gleich weiter gespielt. Könnte auch daran gelegen haben, dass ich mich plötzlich doch nicht auf die Skipiste getraut habe. Letzten Endes habe ich mich dann doch aufgerafft und wir sind los um uns unsere Skier auszuleihen. Danach hatten wir noch eine Stunde Zeit zum fahren, die aber völlig ausgereicht hat.

Auf der Strecke unweit unserer Ferienwohnung haben wir unsere Ausrüstung angezogen. Nach einigen Minuten – es könnten auch Stunden gewesen sein – sind wir losgelaufen beziehungsweise Thomas ist losgelaufen (das letzte Mal vor 13 Jahren eine Woche mit Skischule) und ich (das letzte Mal vor vier Jahren zwei Tage ohne Skischule) bin sozusagen langsam runtergerutscht. Ich wollte erstmal reinkommen und ausprobieren. Also ist Thomas schon voran. Und ich dachte mir, er wartet bestimmt unten. Also habe ich auf dem mittleren abschüssigen Teil meine Skier ausgezogen, bin „runtergerannt“ und habe sind unten wieder angezogen. Ganz stolz stand ich dort unten um Thomas, sobald er wieder hier ankommt, zu zeigen, dass ich es geschafft habe. Also habe ich gewartet und gewartet. Dann fuhr ein Rettungswagen auf Skiern am Ende der Piste entlang, mit Blaulicht. In Panik, dass es Thomas erwischt hätte, bin ich auf meinen Skiern nach unten gefahren um nach ihm zu suchen. Aber nichts zu sehen. Nach kurzem Warten ist Thomas dann doch aufgetaucht. Er dachte ebenfalls, dass der Rettungswagen wegen mir unterwegs war. Erleichtert haben wir uns noch eine Runde getraut bis die Lifte dann geschlossen wurden. Aber besonders viel Spaß hat es mir nicht gemacht, sodass ich den nächsten Tag nicht ganz scharf drauf war nochmal runter zu fahren.

Dennoch sind wir diesmal früh aufgestanden und nach dem Frühstück gleich los. Diesmal ging es besser. Drei, vier Mal habe ich dieselbe Strecke vom Vortag genommen und bin sogar den abschüssigen Teil runter gefahren, ohne den Boden mit meinem Gesicht zu berühren. Da hat es mich dann doch gepackt und ich wollte was anderes ausprobieren. Also sind wir zum nächsten Lift. Zuerst haben wir eine Kleinigkeit gegessen und weißen Glühwein getrunken. Gut gestärkt ging es dann eine deutlich längere Piste hinunter. Das hat sogar richtig Spaß gemacht. Leider haben wir uns nur ein Ticket für 3 Fahren besorgt und haben uns gesagt, dass es dann doch genug sei. Und wir wollten uns noch etwas für den Silvesterabend suchen. Am Vorabend sind wir auf der Suche nach einer Pizzeria durch Winterberg spaziert. Es war kaum Möglich einen Platz zu bekommen. Aber mit ein wenig Geduld haben wir dann doch einen Tisch für zwei bekommen. Dort haben wir uns jeder eine Pizza mit einem Bierkrug gegönnt. Anschließend gab es dann noch Eisbecher. Heute haben wir uns dann gedacht, kochen wir selbst und gehen anschließend raus. Doch das Wetter war nicht gerade einladend. Schließlich haben wir noch ein, zwei Runden Agricola gespielt, ein wenig fern gesehen: Knaller Frauen, Knaller Kerle und Rabenmütter und haben uns das Feuerwerk von innen angesehen. Mit einer wirklich schönen Aussicht. So ziemlich jedes Hotelfeuerwerk konnten wir sehen. Es war sehr, sehr schön.

Nächstes Jahr würden wir diesen Kurzurlaub gern wiederholen, je nachdem, ob die Feiertage das zulassen. Jetzt auf jeden Fall bin ich froh wieder Zuhause zu sein und nicht Neujahr mit einem Kater zu beginnen.

Seid ihr schon mal Ski gefahren? Wenn nicht, würdet ihr es gern ausprobieren? Und wie sahen eure Silvestertage aus?