Die kleinen Dinge zu Weihnachten

Schon wenn im September die ersten Lebkuchen oder Marzipan-Kartoffeln in den Regalen angeboten werden, stelle ich mich auf die kommenden gemütlichen Adventstage ein und grüble über passende Geschenke für Familie und Freunde. Dann verbringe ich die Abende mit einer Tasse Tee mit Spekulatius, dabei einem Weihnachtsroman oder nur einem Roman und dem Duft von Zimt und Orangen. Und schon wieder schwelge ich in Gedanken an die letzten Wochen.

Am ersten Advent wird die Wohnung geschmückt. Lichter und Kerzen überall. Einem selbstgemachten Adventskranz und lauter Weihnachtsmänner und Rentiere in roten Jacken. Ein Adventskalender gefüllt mit der Nuss-Edition von Ferrero: Rocher, Küsschen und weißen Küsschen für Thomas und verschiedene Bio-Tee-Sorten für mich. Am Samstag vor dem zweiten Advent werden Ideen und Weihnachtsgeld in Geschenke umgesetzt. Übrigens schauen wir uns auch nach einer neuen Weihnachtskugel Ausschau, eine für jedes gemeinsame Weihnachtsfest. Dieses Jahr einen Sturmtrupplerkopf aus Star Wars. Und die Geschenke? Für jeden das hoffentlich passende. Tickets für ein Basketballspiel für Papa, ein Wochenende in London diesmal für Mama, Erlebnisgutscheine fürs Zorbing und Flying Fox in Österreich für die Schwester. Und die KitchenAid-Küchenmaschine für Thomas und mich. Und nicht zu vergessen: Schwiegereltern, Freunde und Arbeitskollegen. Nachdem wir den schönsten Weihnachtsbaum ausgesucht, aufgestellt und geschmückt haben, verbringen wir den dritten Advent in der Küche. Backen Johannisbeeren-Kulleraugen, Kokos-Aprikosen-Kipferl und Zimt-Nuss-Makronen. Und naschen die Reste vom Löffel. Den Weihnachtsmarkt besuchen wir am letzten Adventstag und probieren uns durch die vielen Glühwein- und Essensstände. Geräucherter Lachs im Remouladen-Brötchen und gebackener Camembert mit Preiselbeeren. Die Lebkuchen und Spekulatius beim Glühwein zählen wir mal nicht dazu.

Den Heiligen Abend haben wir in diesem Jahr allein gefeiert, ohne Familie. Bei Fondue mit Hähnchen- und Rindfleisch, einer kleinen Salatbeilage, Brot und unserem Kaktus mit Spießen aus Weintrauben, Salami und Käse haben wir es uns so richtig gut gehen lassen. Natürlich auch mit einem schönen halbtrockenen Rotwein. Abgerundet durch einen typischen Weihnachtsklassiker: Weihnachten in Manhattan, wie auch an den Adventssonntagen. Unser Geschenk haben wir schon gegen Mittag ausgepackt. Schließlich mussten noch Brot und Brötchen für Morgen zum Frühstück gebacken werden. Somit konnten wir gleich testen, was die so alles kann. Und wir sind auf keinen Fall enttäuscht worden. Der Teig wird so schön durchgeknetet, dass ich jetzt schon nicht verstehen kann, wie wir bisher ohne auskommen konnten. Den darauffolgenden Morgen haben wir unsere Mütter und meine Schwester erwartet. Gut vorbereitet mit dem Brot und den Brötchen gab es außerdem für jeden Geschmack Lachs mit Dillsenfsauce, Roastbeef mit Gewürzgurken und verschiedene Platten mit Käse und Aufschnitt. Anschließend wurden bei einem Glas Baileys auf Eis die Geschenke verteilt. Im Anschluss ging es weiter mit Thomas und meiner Schwester zu Papa. Natürlich wird auch hier wieder gut und deftig aufgetischt mit Rouladen und allem was satt und fettig ist. Thomas‘ Papa wird uns Anfang Januar im nächsten Jahr besuchen. Nürnberg ist doch etwas zu weit. Dafür sind die Weihnachtstage doch zu kurz. Den letzten haben wir uns dann mit unseren Geschenken beschäftigt 🙂

Und so vergeht die Weihnachtszeit wieder. Und wir freuen uns das ganze nächste Jahr auf Weihnachten.

Wie verbringt ihr die Vor- und Weihnachtszeit? Ist es eher hektisch oder doch besinnlich. Worüber freut ihr euch am meisten – abgesehen von den Geschenken?

#200 Lausche einer Lesung eines neuen Bestsellers & #199 Ein Buch vom Autoren signieren lassen

Am Dienstag sind Thomas und ich nach Sulingen zum Stadttheater Sulingen gefahren. Seit Wochen freuen wir uns auf die Krimi-Lesung mit dem besten deutschen Autoren des Psychothrillers Sebastian Fitzek. Und gleich zwei Aufgaben konnte ich an einem Abend erledigen.

Beim Betreten des Stadttheaters haben wir schon Schwierigkeiten aus der Tür zu kommen. Es gibt kaum noch Platz. Die Lesung ist bis auf den letzten Platz ausverkauft. Letztlich schaffen wir doch einige wenige Schritte. Es wird Orangensaft und Sekt gereicht. Ich nehme mir einen Orangensaft. Zu unserer linken steht ein Verkaufsstand. Neben dem neuesten Werk „Flugangst 7A“, der heute vorgestellt wird, stehen weitere Bände von Sebastian Fitzek zum Verkauf, sowie das Brettspiel, welches erst vor kurzem auf den Markt gekommen ist. Leider bin ich absolut kein Bargeldmensch und die nächste Bank, der meine Bankkarte angehört zu weit entfernt, sodass ich mich für einen späteren Kauf entscheide.

20:00 Uhr. Es geht los. Die Lesung beginnt. Alle setzen sich auf ihre Plätze. Dann wird es ruhiger und der Veranstalter, der Kreissparkasse Diepholz, der diesen Abend in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Sulingen und dem Radio Bremen organisiert haben, richtet ein paar Worte an seine Gäste bis schließlich Sebastian Fitzek unter großem Applaus auf die Bühne kommt. Abwechselnd beantwortet er Fragen von der Moderatorin und liest einige Passagen aus seinem neuen Buch.

Nach eineinhalb informativen und amüsanten Stunden durfte man den Autoren auch um ein Autogramm oder ein gemeinsames Bild bitten, wenn man sich denn die Zeit dafür nehmen möchte. Natürlich haben wir das und Thomas hat auch sein Autogramm und sogar ein Foto mit Sebastian Fitzek gemacht. Dieses prangt nun auf seinem Smartphone als Sperrbildschirm und wird stolz herumgezeigt. Alles in allem ein sehr gelungener Abend und dafür würde ich sogar weiter fahren als Sulingen.

Welchen Autoren habt ihr schon getroffen? Habt ihr alle Bücher unterm Arm signieren lassen? Und seid ihr auch so große Fans von Sebastian Fitzeks Thrillern?

#003 Schaffe dir etwas Teures an ohne schlechtes Gewissen

Neun Jahre hat mich mein kleiner Lupo nun schon überall hingefahren Egal, wohin ich auch wollte. Obwohl, vielleicht ist das etwas übertrieben – denn aus Niedersachsen hinaus hätte ich mich nun doch nicht getraut. Jeden Tag hat er allerdings 60 Kilometer zur Arbeit hin und wieder zurück legen müssen und dabei kamen letztlich über 250.000 Kilometer zusammen. Die Hälfte von mir.

Im Sommer hat er es dann doch nicht nach Hause geschafft. Bei einem stürmischen Sommerunwetter, während die Straßen etwas überschwemmt und man vor lauter Regen kaum noch etwas sehen konnte, wurde es ihm dann doch Zuviel. Also blieb er mitten auf der Straße stehen und wollte auch nach wiederholtem Neustart nicht von der Stelle. Also habe ich beim Abschleppdienst angerufen, die mein Auto wieder zur Arbeit brachten und Thomas mich nach Hause.

Am nächsten Tag habe ich mir schon Gedanken um ein neues Auto gemacht. Als ich auf der Arbeit meinen allerdings gestartet habe, war es, als wäre nichts gewesen. Dennoch habe ich mich entschieden mich zu trennen und mich am Wochenende um ein neues zu kümmern.

Zuerst haben wir uns einen Toyota Aygo angesehen, der zum einen von außen zwar schick aussah, aber von innen, als ob er bei einem Unfall nicht besonders viel Knautschzone hat. Und zudem fuhr er sich sehr unruhig. Allerdings waren die Konditionen, die uns der Verkäufer angeboten hat, sehr gut. Der Service im Gegensatz zu den anderen Autos, die noch auf dem Plan standen, ebenfalls. Danach haben wir den aktuellen Nachfolger meines Autos getestet, den VW Up!. Trotz Anmeldung gab es keine roten Kennzeichen, der Betriebshof des Händlers konnte schon einen guten Eindruck vermitteln. Deutlich besser als der Aygo, aber etwas Abwechslung zum Lupo durfte es dann doch sein. Letztendlich stand der Opel Adam auf unserem Plan. Dadurch, dass es ein Opel war, hat Thomas‘ das Auto auf den letzten Platz setzen lassen. Aber nur bis er das Auto selbst auch fahren durfte. Dann musste erstmal angehalten und begutachtet werden: Sitzheizung, Lenkradheizung, Bluetooth (perfekt für Hörbücher) und Einparkhilfe (nicht, dass ich nicht parken könnte!). Als wir zum Händler wieder rein sind, musste ich Thomas erstmal in die Seite boxen, damit er nicht mit seinem grinsen uns die Chance zum Handeln verbaut. Was glaubt ihr also was es geworden ist? Klar, der Adam! Und bis heute bin ich sehr zufrieden und bereue bestimmt nicht, dass er deutlich teurer als die anderen beiden war.

Was war das Teuerste, was du dir zugelegt hast? Hast du deswegen ein schlechtes Gewissen? War es auch notwendig?