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#168 Versuche dich im Skifahren oder Snowboarden

Unseren kleinen Skiurlaub über die Silvesterfeiertage haben wir schon im Januar gebucht. Zum Glück, ansonsten wären wir sicher nirgends mehr unter gekommen.

Da wir den Mittwoch, Donnerstag und Freitag zwischen den Feiertagen noch arbeiten mussten, sind wir am Freitag direkt nach Feierabend losgefahren. Solch einen Ausflug haben sich anscheinend mehr überlegt, die Autobahn war ziemlich verstopft und wir kamen kaum voran. Und selbstverständlich hat es genau in diesem Augenblick angefangen zu schneien. Als wir dann gegen 20:30 Uhr endlich angekommen sind, war von der Rezeption niemand zu sehen. Ich habe mich schon im Auto schlafen sehen. Also haben wir die Notfallnummer des Hotels angerufen. Diese konnte uns dann Hilfestellung geben, wie wir an unsere Zimmerschlüssel kommen würden. Und meinte, alles andere wäre selbst erklärend. Dann mal rein in die Ferienwohnung.

Unsere Ferienwohnung war zwar sehr klein, aber absolut ausreichend. Jede Ecke voll ausgenutzt. Zuallererst haben wir unsere Koffer ausgepackt und etwas zu Essen gekocht, denn die Zeit dafür hatten wir bisher nicht. Anschließend haben wir Agricola – Die Bauern und das liebe Vieh ausprobiert. Seither habe ich dieses Brettspiel für mich entdeckt – auch wenn ich jedes Mal verloren habe. Dennoch macht es mir Spaß. Also haben wir am darauffolgenden Tag nach dem Frühstück gleich weiter gespielt. Könnte auch daran gelegen haben, dass ich mich plötzlich doch nicht auf die Skipiste getraut habe. Letzten Endes habe ich mich dann doch aufgerafft und wir sind los um uns unsere Skier auszuleihen. Danach hatten wir noch eine Stunde Zeit zum fahren, die aber völlig ausgereicht hat.

Auf der Strecke unweit unserer Ferienwohnung haben wir unsere Ausrüstung angezogen. Nach einigen Minuten – es könnten auch Stunden gewesen sein – sind wir losgelaufen beziehungsweise Thomas ist losgelaufen (das letzte Mal vor 13 Jahren eine Woche mit Skischule) und ich (das letzte Mal vor vier Jahren zwei Tage ohne Skischule) bin sozusagen langsam runtergerutscht. Ich wollte erstmal reinkommen und ausprobieren. Also ist Thomas schon voran. Und ich dachte mir, er wartet bestimmt unten. Also habe ich auf dem mittleren abschüssigen Teil meine Skier ausgezogen, bin „runtergerannt“ und habe sind unten wieder angezogen. Ganz stolz stand ich dort unten um Thomas, sobald er wieder hier ankommt, zu zeigen, dass ich es geschafft habe. Also habe ich gewartet und gewartet. Dann fuhr ein Rettungswagen auf Skiern am Ende der Piste entlang, mit Blaulicht. In Panik, dass es Thomas erwischt hätte, bin ich auf meinen Skiern nach unten gefahren um nach ihm zu suchen. Aber nichts zu sehen. Nach kurzem Warten ist Thomas dann doch aufgetaucht. Er dachte ebenfalls, dass der Rettungswagen wegen mir unterwegs war. Erleichtert haben wir uns noch eine Runde getraut bis die Lifte dann geschlossen wurden. Aber besonders viel Spaß hat es mir nicht gemacht, sodass ich den nächsten Tag nicht ganz scharf drauf war nochmal runter zu fahren.

Dennoch sind wir diesmal früh aufgestanden und nach dem Frühstück gleich los. Diesmal ging es besser. Drei, vier Mal habe ich dieselbe Strecke vom Vortag genommen und bin sogar den abschüssigen Teil runter gefahren, ohne den Boden mit meinem Gesicht zu berühren. Da hat es mich dann doch gepackt und ich wollte was anderes ausprobieren. Also sind wir zum nächsten Lift. Zuerst haben wir eine Kleinigkeit gegessen und weißen Glühwein getrunken. Gut gestärkt ging es dann eine deutlich längere Piste hinunter. Das hat sogar richtig Spaß gemacht. Leider haben wir uns nur ein Ticket für 3 Fahren besorgt und haben uns gesagt, dass es dann doch genug sei. Und wir wollten uns noch etwas für den Silvesterabend suchen. Am Vorabend sind wir auf der Suche nach einer Pizzeria durch Winterberg spaziert. Es war kaum Möglich einen Platz zu bekommen. Aber mit ein wenig Geduld haben wir dann doch einen Tisch für zwei bekommen. Dort haben wir uns jeder eine Pizza mit einem Bierkrug gegönnt. Anschließend gab es dann noch Eisbecher. Heute haben wir uns dann gedacht, kochen wir selbst und gehen anschließend raus. Doch das Wetter war nicht gerade einladend. Schließlich haben wir noch ein, zwei Runden Agricola gespielt, ein wenig fern gesehen: Knaller Frauen, Knaller Kerle und Rabenmütter und haben uns das Feuerwerk von innen angesehen. Mit einer wirklich schönen Aussicht. So ziemlich jedes Hotelfeuerwerk konnten wir sehen. Es war sehr, sehr schön.

Nächstes Jahr würden wir diesen Kurzurlaub gern wiederholen, je nachdem, ob die Feiertage das zulassen. Jetzt auf jeden Fall bin ich froh wieder Zuhause zu sein und nicht Neujahr mit einem Kater zu beginnen.

Seid ihr schon mal Ski gefahren? Wenn nicht, würdet ihr es gern ausprobieren? Und wie sahen eure Silvestertage aus?

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