#025 Halte „sieben Wochen ohne …“ durch

Angefangen oder aufgehört, von welcher Seite man es auch betrachten mag, habe ich mit dem Zucker oder meine Enthaltsamkeit dem gegenüber am 1. Januar. Und aufgehört und gleichzeitig weitergemacht am 19. Februar.

Sieben Wochen auf Zucker verzichten. Keine Schokolade, Gummibärchen und Gebäck. So schwer kann das doch nicht sein, dachte ich bei mir. Dafür dann aktiver, gesünder und fitter jeden Tag genießen. Zumindest war das mein Vorsatz. Ganz so einfach war es dann doch nicht. Nachdem ich Anastasia Zampounidis mit Für immer Zuckerfrei ein wenig durchgeblättert habe, wusste ich bereits, dass nicht nur Zucker Zucker ist, sondern noch ein paar weitere Begriffe warten:

alles was auf -zucker, -sirup, -dicksaft und -ose endet, Agavendicksaft, Apfelsüße, Dextrine, Frucktextrakt, Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtsüße, Gerstenmalz, Gerstenmalzextrakt, Glykogen, Honig, Inulin, Joghurtpulver, Kandis, Magermilchpulver, Maltodextrine, Malzextrakt, Molkenerzeugnis, Molkenpulver, Raffinade, Süßmolkenpulver, Traubensüße, Vollmilchpulver, Weizendextrin

Somit konnte ich eigentlich die Hälfte wieder auspacken und nach Alternativen suchen. Mittlerweile esse ich zum Frühstück und auf der Arbeit selbstgebackenes Brot statt vom Bäcker, Knäckebrot mit Frischkäse und Kresse oder Gurke, gerne auch Tomate statt Toast mit Marmelade, das leckere Amaranth-Müsli mit Nüssen von Allos aus dem Biomarkt statt Kelloggs oder Vitalis und einem Naturjoghurt mit frischen Früchten wie Kiwi oder Orange statt eines Fruchtjoghurts oder Sahnejoghurts. Abends haben wir bisher immer frisch gekocht, allerdings wurden die passierten Tomaten aus der Dose gegen eine ohne Zucker aus dem Biomarkt eingetauscht und Senf oder Ketchup werden nicht mehr gebraucht.

Anfangs braucht es ein wenig Gewöhnung in die neue Ernährung, aber mittlerweile möchte ich garnicht mehr anders. Es schmeckt mir, meinem Partner und was natürlich nicht zu verachten ist, sind die vielen Vorteile, die diese ganze Ernährungsumstellung mit sich bringt: Normalerweise esse ich abends vor dem Fernseher gerne eine ganze Tafel Schokolade und wenn die leer ist, könnte es gleich die Nächste geben, bei Nüssen und Trockenfrüchten finde ich ein Ende und denke garnicht an die Süßigkeiten, die noch im Schrank liegen. Neben Migräne werde ich zwischendurch auch von Kopfschmerzen geplagt, mittlerweile haben sich diese Kopfschmerzen eingestellt. Die Migräne bleibt zwar, aber in abgeschwächter Form. Während der Arbeit muss ich mich nicht mehr mit Antriebslosigkeit oder dem Nachmittagstief herumschlagen, sondern bin den gesamten Tag über energiegeladen. Der Geschmack sensibilisiert und neutralisiert sich, sodass Obst, Gemüse und Nüsse als deutlich süßer empfunden werden. Abgerundet wird das Ganze mit einem reineren Hautbild und bisher habe ich tatsächlich 3,5 Kilo verloren. Fühlt sich klasse an!

Nachteile gibt es leider auch, denn nachdem ich diese sieben Wochen durchgestanden habe, habe ich es mit einem Vanilleeis in der Waffel ausprobiert und bekam prompt Kopfschmerzen und kurze Zeit später leichte Bauchschmerzen, wenige Tage darauf, nachdem ich ein Stück Butterkuchen probiert habe, bekam ich abends tierische Bauchkrämpfe. Also esse ich neben meiner Tasse Tee beim Lesen nun keine Kekse oder auch keinen Kuchen. Gestern haben wir uns Xucker Lite (Erythrit) bestellt. Mal ausprobieren, ob dieser als Alternative nur für das Gebäck taugt. Ansonsten reicht mir die Süße.

Habt ihr schon mehrere Wochen auf Zucker verzichtet? Oder worauf müsstet ihr eurer Meinung nach eher verzichten? Würdet ihr es auch weiter durchhalten?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.